Ernüchterung machte sich nach dem Spiel in der Kabine breit. Zum einen über das Ergebnis, zum anderen über den unverständlichen Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit. Dabei begann das Spiel vielversprechend: Wir hielten kämpferisch dagegen und konnten über mehrere Stationen sicher und schnell kombinieren und uns so einige Chancen herausarbeiten, ohne jedoch 100-prozentige zu verbuchen. Auch Volkmarsen tauchte hin und wieder vor unserem Tor auf, jedoch musste Oliver Steidler nur ein Mal wirklich eingreifen.
Nach der Pause kamen wir wie verwandelt auf den Platz. Der Ball lief nicht mehr durch unsere Reihen sondern wurde lang in die Spitze geschlagen und die Zweikämpfe wurden von den Volkmarser Spielern einfach konsequenter geführt. Das Spielgeschehen verlagerte sich von Minute für Minute mehr in den Bereich unseres Strafraum. Dennoch war es ein Konter nach unserer Ecke, die dann zur verdienten Führung des Gastgebers führte (68.). Doch auch der Gegentreffer ließ unsere Angriffsbemühungen nicht erkennbar konsequenter werden, bis auf zwei Ausnahmen. In der 80. Minute wurde Kevin Wathling im Strafraum klar gefoult und die insgesamt unsicher wirkende Schiedsrichterin entschied auf Weiterspielen. In der Nachspielzeit zielte Manuel Merten auf die kurze Ecke, traf aber nur den Außenpfosten. So blieb es beim Sieg von Volkmarsen.
Nun sind wir am nächsten Sonntag gegen Massenhausen mal wieder unter Zugzwang, jedoch haben wir schon oft bewiesen, dass wir mit dieser Situation umgehen können – und müssen.