SV Blau Weiß Mandern e.V.
Vereinschronik 1952 bis heute
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde
Viele werden sich fragen, warum ist der Manderner Sportverein erst
50 Jahre alt. Das stimmt doch gar nicht. Nun, wir haben versucht in
der Vergangenheit nachzuforschen. Erinnerungen sind vorhanden aber
gezielte Daten oder sonstige schriftliche Dokumente konnte und kann
niemand erbringen.
Hier in Mandern hat man sich schon immer sportlich betätigt.
Unsere Vorväter haben schon vor etwa 95 Jahren einen Turnverein
gegründet. In dem Saal der Gastwirtschaft Hebeler übte regelmäßig
an Reck und Barren eine Turnerriege. Im Sommer spielte die Jugend
auf der Gänsewiese Schlag- und Handball. 1931 wurde im Hand-
und Spanndienst der erste Sportplatz an der Eder angelegt. Damals
stellte Mandern eine starke Handballmannschaft und nahm an Verbandsspielen
teil.
Durch den Schulsport geprägt, spielte die Jugend jedoch schon
bald Fußball.
Auch können wir uns erinnern, daß nach dem Krieg die Geräte
im ehemaligen Bahnwärterhäuschen untergebracht waren. Dieses
Wellblechhäuschen diente uns später jahrelang als Abstellraum
und Umkleidekabine auf unserem alten Sportplatz jenseits der Eder.
Nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich wieder junge Männer zusammen,
um den Fußballsport erneut aufleben zu lassen. Heinrich Ewald
war erster Vorsitzender und leitete den Spielbetrieb der Senioren
und Jugendmannschaften vom 01. November 1946 bis Juli 1949. Mandern
nahm mit einer starken Mannschaft an der Verbandsrunde im Kreis Waldeck
teil. Verstärkt mit einigen Spielern der Nachbargemeinde Wellen,
wie z.B. Heinrich Wiesemann, Kurt Sachse, Heinz Althoff oder Otto
Briel um nur einige zu nennen und natürlich nicht zu vergessen
die Spieler aus Mandern wie Heinrich Korell, Heinrich Freudenstein,
Heinrich Ellenberg, Heinrich Orth, Heinrich Müller, Wilhelm Albus,
Wilhelm Prior und viele andere mehr.
Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Wellen kehrten die o. g.
Gastspieler zum Stammverein zurück. Einige Spieler aus Mandern
schlossen sich einer Mannschaft der Correcta-Werke in Wega an und
so wurde der Spielbetrieb in Mandern eingestellt.
Geburtstunde des heutigen Vereines
Der 2. August 1952 war die Geburtsstunde des neuen Fußballvereins
in Mandern, des SV Blau-Weiß-Mandern. Die Gründungsversammlung
fand im Saal der damaligen Gastwirtschaft Ellenberg statt. Von den
28 Gründungsmitgliedern wurde Lehrer Karl Dietrich zum Ersten
Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Friedrich Schirmer.
Das erste Spiel wurde am 18. August 1952 gegen Odershausen ausgetragen.
Folgende Spieler waren im Einsatz: Heinz Löber, Andreas Müller
(Ungedanken), Willi Seibel, Ludwig Ritte, Erich und Wilhelm Paul,
Adolf Lenz, Fritz Spangenberg, Alfred Höhne, Fritz Manenke, Alfred
Steinhoff und Helmut Decher. Später stießen dann u.a. hinzu:
Albert Hildebrandt, Wolfgang Wegener, Werner Kunz, Karl-Heinz Schrauf,
Erwin Rabe, Reinhard Paul sen., Rudi Gottwald, Berthold Lenz, Ludwig
Wagener, Siegfried Schmidt sowie Karl Hecker.
Gespielt wurde damals in der C-Klasse, Gruppe Süd Waldeck. Mehrmals
wurde in den 50er und 60er Jahren die Meisterschaft in der Gruppe
Süd Waldeck errungen. Um in die B-Klasse aufzusteigen, mußte
man jedoch Entscheidungsspiele gegen die anderen Gruppensieger austragen.
Hier kam es dann zu tollen Entscheidungsspielen, vor allen Dingen
gegen Goddelsheim, Vöhl, Basdorf, Massenhausen usw. Insgesamt
drei mal, erstmals 1953 gelang uns der Aufstieg in die damalige B-Klasse.
Ferner erreichten wir 1962 im Waldecker-Pokal den vierten Platz in
Basdorf gegen Affoldern. Und 1966 errangen wir hier bei uns in Mandern
den dritten Platz gegen Rhoden.
Zum Stamm der damaligen Meistermannschaft in den 60er Jahren gehörten
neben den alten Haudegen Heinz Löber, Werner Kunz, Wolfgang Wegener,
die Brüder Heinrich und Karl Kraft, Horst und Rudi Heidenreich
sowie Josef Bokuvka, Helmut Bujok, Dieter Wathling, Horst Ey, Heinrich
Bier, Fritz Ewald, Fritz Iske, Dieter Traut. Leider mussten wir immer
wieder absteigen, weil unsere Spielerdecke zu dünn war. Wir hatten
oftmals nur 11 Spieler zur Verfügung, deshalb stießen auch
damals einige Spieler aus unseren Nachbargemeinden zu uns, wie z.B.
Eberhard Horn, Josef Lieber, Josef Fuhrmann, Georg Heckmann, Ludwig
Hinterseher aus Ungedanken, Harald Kukutsch, Fritz Euler, Dieter Maul
und Walter Regenbogen um nur einige zu nennen. Auch einige sogenannte
eingeheiratete Spieler fanden den Weg zu uns. Ich denke nur an Willi
Möller, Günter Wagner, Georg Hübner, Dieter Traut
oder Horst Ey.
In den folgenden Jahren wurde es dann besser und mit den jungen Spielern
Joachim Heidenreich, Karl-Heinz Scherp, Hermann Hundhausen, Ernst-Adolf
Möller, Gerhard Korell, Hermann Wiegand, den Brüdern Heinz
und Kurt Becker, Egon und Peter Oppermann, Reinhard Schmidt, Horst
Raue, Hermann Bokuvka, Kurt-Jürgen Böger, Uwe Raue, Reiner
Bier, Heinz Löber jun., Wilfried Hempler, Wilhelm Paul jun.,
Udo Paul, Thomas Venter, Frank Hempler, Peter Köhler, Willi Kepper,
Herbert Wagener, Axel Paul, Wolfgang Röse, Manfred Löber,
Willi Wegener, Martin Reinemann, Fritz Spangenberg jun., Wilhelm Kraft
und Bernd Rudolph um nur einige zu nennen, reifte eine neue Generation
heran und viele junge Burschen fanden den Weg in unseren Verein, um
ihrem geliebten Fußballsport nachzukommen.
Erste Spielgemeinschaft mit Ungedanken
Als der Erste Vorsitzende, Lehrer Karl Dietrich, 1954 Mandern verließ,
wurde der Verein ab 1955 von dem unvergessenen Albert Hildebrandt
geleitet. Bis 1979, unterbrochen von zwei Amtsperioden (1965 bis 1967
Wolfgang Wegener und 1968 bis 1973 Heinz Löber) war er Erster
Vorsitzender unseres Vereins. Ihm hat unser Verein unendlich viel
zu verdanken. Er zeigte uns, wie man in diesen schweren Zeiten führen,
organisieren aber auch vor allem feiern und Kameradschaft pflegen
sollte.
Um Abwanderungsgelüsten der guten Spieler vorzubeugen, gingen
wir von 1970 bis 1974 die erste Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein
Grün-Weiß Ungedanken ein. Gemeinsam wurde das Ziel angestrebt,
den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse zu schaffen.
Erstmalig in der Vereinsgeschichte wurde hierfür ein Trainer
mit Egon Bauer aus Wabern verpflichtet der für neuen Schwung
sorgen sollte. Zum Geschäftsführer der damaligen Spielgemeinschaft
SG Edertal wurde Albert Hildebrand bestellt. Im ersten gemeinsamen
Spieljahr standen wir punktgleich mit dem TSV Hemfurth an der Tabellenspitze.
In zwei Entscheidungsspielen auf neutralem Platz in Anraff und Mehlen
behielt jedoch der TSV Hemfurth die Oberhand. In den folgenden Jahren
nahm die SG- Edertal an Verbandsrunden des Sportkreises Fritzlar-Homberg
teil. Doch auch hier wurde der Durchbruch nicht geschafft. Trotz der
schönen Zeit und gemeinsamer Erinnerungen trennte man sich im
August 1974 und jeder Verein ging wieder seine eigenen Wege.
Gründung der Damengymnastikgruppe
und der "Alten Herren"
Als Grenzverein des Kreises Waldeck wurden wir in den folgenden Jahren
öfters dem Spielkreis Fritzlar-Homberg zugeteilt. Wir fühlten
uns stiefmütterlich behandelt, wie ein Spielball den man hin
und her wirft. Es waren Jahre der sportlichen Stagnation.
Zum Glück wurden damals die Manderner Frauen aktiv. Sie gründeten
1964, unter Leitung von Ursula Zarges, eine Damen-Gymnastik-Abteilung,
die noch heute unter der Leitung von Gisela Bubenhagen sehr aktiv
ist und wöchentlich ihre Übungsstunden im Dorfgemeinschaftshaus
abhält. Ein herzliches Dankeschön an diese und alle anderen
Frauen, die unseren Verein all die Jahre so wertvoll bei allen Veranstaltungen
unterstützen. Sie sind gar nicht mehr weg zu denken.
Auch eine Alt-Herren-Mannschaft wurde Ende der 70er-Jahre gegründet.
Sie erlebte ab 1980, unter der Leitung von Ernst-Adolf Möller,
eine wahre Blütezeit. Auch viele ältere Kameraden fanden
wieder Lust am Fußballsport, z.B. H.G. Schrauf, Werner Löber,
Bernadino Tavares und Helmut Rehor. Viele unvergessliche Fahrten wurden
unternommen. Eine Alt-Herren-Mannschaft ist auch heute noch aktiv.
25 jähriges Vereinsjubiläum
In der Zeit der sportlichen Stagnation wurden seitens des Vorstandes
neue Ziele gesetzt. Zum Einen der Bau eines neuen Sportgeländes
mit Sportlerheim und zum Anderen die Ausrichtung des 25-jährigen
Vereinsjubiläums. Bevor jedoch das neue Sportgelände seinem
Zweck übergeben werden konnte, begingen wir vom 08. bis 10. Juli
1977 unser 25-jähriges Vereinsjubiläum. Es war ein Fest,
das für den Verein einen bislang unvergessenen Höhepunkt
darstellte. Der Erste Vorsitzende Albert Hildebrandt konnte in einem
überfüllten Festzelt zahlreiche Freunde und Gäste des
Vereins begrüßen. Eine besondere Aufmerksamkeit wurden
unseren englischen Gästen vom AAFC Granada aus Mundford zu Teil.
Diese Verbindung wurde aufgebaut von Heinz Rose, der in Mandern geboren
wurde, mit seinen Eltern nach England übersiedelte und bei der
Betriebsmannschaft des AAFC Granada das Tor hütete. Aus diese
Partnerschaft entwickelte sich dann zum FC Mundford eine bis heute
anhaltende tiefe Freundschaft mit vielen gegenseitigen Besuchen.
Neues Sportheim
Die Planungen für ein neues Sportgelände diesseits der
Eder reiften schnell heran. Verhandlungen mit der Gemeinde und der
Kirche fanden statt und es wurde ein Gründstücksaustausch
vorgenommen und schon bald konnte mit den ersten Arbeiten begonnen
werden. Dank des damaligen Vorstandes, der geschickt unter der Regie
von Schatzmeister Wolfgang Wegener alle Finanzierungsmöglichkeiten
und öffentliche Zuschüsse nutzte, und Dank der Stadt Bad
Wildungen, die für den Verein das neue Spielfeld erstellen ließ,
konnte der SV Blau-Weiß-Mandern schon bald eine neue Sportanlage
mit einem neuen Sportlerheim präsentieren. Hierbei ist besonders
zu erwähnen, dass das Sportlerheim in eigener Regie erbaut und
somit eine gelungene Gemeinschaftsarbeit erbracht wurde. Mit einer
Festwoche vom 12. bis 17. Juni 1979 wurde die gesamte Sportanlage
im Rahmen eines Pokalturniers offiziell eingeweiht.
Die gesteckten Ziele des alten Vorstandes, ein gelungenes Fest und
der Bau einer neuen Sportanlage waren erreicht.
Was nun noch fehlte, waren die ausstehenden sportlichen Erfolge. Um
auch diese zu erreichen, übernahm 1980 ein neuer dynamischer
Vorstand unter Leitung des Ersten Vorsitzenden Willi Möller die
Führung des Vereins die er bis 1988 inne hatte. Ihm zur Seite
standen Dieter Wathling als Zweiter Vorsitzender, Heinz Georg Schrauf
als Schatzmeister und Udo Paul als Schriftführer und Günther
Wagner als Jugendleiter.
Den Grundstock für eine leistungsstarke Seniorenmannschaft legte
1980 unsere A-Jugend. Sie wurde Meister der Leistungsklasse Waldeck.
Ein Generationswechsel zeichnete sich ab und nicht wenige Söhne
traten in die Fußstapfen ihrer Väter, um das sportliche
Geschehen auf dem Rasen zu gestalten. Die Unterhaltung des Sportgeländes
sowie die Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten durch eine
Flutlichtanlage waren und sind auch heute noch sehr kostenintensiv.
Daher muss der Verein ständig nach Finanzierungsmöglichkeiten
suchen. Es wurden alle zwei Jahre Fußballturniere ausgerichtet,
um mit diesen Einnahmen die anfallenden Kosten zu decken. Auch unter
diesem Aspekt wurde 1981 eine Sportwoche durchgeführt, bei dem
auch wieder unsere Freunde aus Mundford zu Gast waren. Zu erwähnen
sei hier, dass erstmals eine neu aufgestellte Damenfußballmannschaft
ihr erstes Debüt gab. Der Spielbetrieb wurde allerdings wieder
eingestellt.
Erste sportliche Erfolge
1983 wurde uns erstmals die Ausrichtung der Fußballstadtmeisterschaften
von Bad Wildungen übertragen. Sämtliche Turniere in all
den Jahren fanden unter der bewährten Regie des langjährigen
Vorstandsmitgliedes Horst Heidenreich statt. Er war und ist noch heute
der Garant dafür, daß es bei unseren Turnieren immer zu
attraktiven Spielpaarungen kommt und alles sportlich und fair abläuft.
Sportlich stand uns in den 80er Jahren 5 Jahre lang, unser leider
zu früh verstorbener, langjähriger Torwart Karl-Heinz Scherp
als Trainer und Betreuer der Mannschaften ehrenamtlich zur Verfügung.
In einer Phase, wo der SV Blau-Weiß Mandern vor dem Absturz
in die C-Klasse war, konnten wir mit Karl Buthmann kurzfristig einen
Trainer engagieren, mit dem es uns gelang, in einem Entscheidungsspiel
in Netze gegen Ittertal die Klasse zu sichern. Für die Saison
1985/1986 verpflichteten wir mit Max Eberlein einen Spielertrainer,
der neues Leben entfachte und mit ihm stellten sich nie geglaubte
Erfolge ein. Bereits in seinem ersten Jahr führte er uns zur
Meisterschaft und somit in die damalige A-Klasse Waldeck. Ferner errangen
wir erstmals in unserer Vereinsgeschichte den Waldecker Pokal und
zwar in Kleinern gegen Rhoden. Hinzu kam noch die erste Erringung
der Bad Wildunger Stadtmeisterschaften in Hundsdorf gegen den TV Friedrichstein.
Das Spieljahr 1985/1986 war zweifellos die Krönung unserer 50jährigen
Vereinsgeschichte und auch in den Zeitungen hatten wir Schlagzeilen.
"Blau-Weiß Mandern; Mannschaft des Jahres im Sportkreis
Waldeck" hieß es auf der Titelseite der Waldeckischen Landeszeitung.
Erst darunter "Argentinien ist Fußballweltmeister".
Nach dem erfolgreichen Jahr 1986 konnte die Mannschaft die Erwartungen
nicht erfüllen und mußte bereits 1987 den Weg zurück
in die B-Klasse bestreiten. Hier belegten wir lediglich einen 5. Platz
und zum Saisonende verließ uns Spielertrainer Max Eberlein,
der das Traineramt beim TV Friedrichstein übernahm. Mit der Verpflichtung
des neuen Spielertrainers Günther Wörmann bewies der Vorstand
erneut sein Glückshändchen und es kam neuer Schwung in die
Mannschaft.
In der Spielzeit 1988/1989 schafften wir nach 2 Jahren wieder den
Aufstieg in die A-Klasse der jetzigen Bezirksliga. Ausschlaggebend
hierfür war, daß die Mannschaft von Verletzungen weitgehend
verschont blieb und auf allen Posten gleich gut besetzt war. Herausragend
war sicherlich Mario Heidenreich, der mit seinen Toren für Furore
sorgte und in den Zeitungen sprach man von Heidenreich & Co. Von
den 86 erzielten Treffern gingen allein 40 Treffer auf das Konto von
Mario Heidenreich. Die damals erfolgreichen Kicker waren neben der
Meistermannschaft von 1986 noch folgende Spieler: Die Brüder
Thomas und Klaus Kraft, Stefan Wagner, Karl-Heinz Böger, Michael
Rohner, Günther Wörmann, Günther Brauer, Sven Bubenhagen
und Jochen Ewald.
Erweiterung der Sportstätte
1988 konnten wir die Erweiterung unserer Sportstätte verzeichnen.
Der Kinderspielkreis Mandern erhielt von der Stadt Bad Wildungen neben
dem Sportheim einen hölzernen Pavillion, wovon dem Sportverein
ein Raum zur Nutzung überlassen wurde. In Eigenleistung wurde
hieraus ein hervorragender Clubraum, so daß aus dem bisherigen
Clubraum im Sportheim eine neue Umkleidekabine wurde. Im Oktober 1988
gab der so erfolgreiche erste Vorsitzende Willi Möller sein Amt
ab. Die Leitung übernahm der bisherige zweite Vorsitzende Dieter
Wathling, der dieses Amt bis ins Jahr 2001 überaus engagiert
und erfolgreich ausübte, auch mit tatkräftiger Mithilfe
seiner Ehefrau Martha. Ihm, dem handwerklich und technisch veranlagten
Praktiker, hat der Verein sehr viel zu verdanken. Flutlichtanlage,
der Jugendbolzplatz, der Bau des Verkaufsstandes sowie die permanente
Pflege unserer schönen Sportanlage fielen in seine Amtszeit.
Er ist heute noch als technischer Berater zusammen mit seinem Stellvertreter
Rudi Heidenreich in unserem Vorstand tätig.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Bundesrepublik
Deutschland wurde 1989 durch ganz Deutschland ein Stafettenlauf ausgetragen.
Für den Sportkreis Waldeck war es Mandern vorbehalten, die Stafette
entgegenzunehmen und durch den Sportkreis mit 30 Läufern nach
Hundsdorf zu bringen.
In der Saison 1989/1990 konnten wir uns in der Bezirksliga Waldeck
behaupten. Ebenso gelang uns wieder der Sprung in das Endspiel um
den Waldecker Pokal. Hier unterlagen wir in Schmillinghausen unglücklich
der Mannschaft von Vasbeck/Adorf mit 3:4 in der Verlängerung
nachdem wir schon 2:0 geführt hatten.
Im September 1991 fuhren wir zu unseren Freunden nach England, wo
wir wieder im Wembley-Stadion ein Länderspiel zwischen England
und Deutschland miterlebten. Auch bei dem sportlichen Wettstreit mit
dem FC Mundford konnten wir endlich den Wanderpokal gewinnen.
Erneute Spielgemeinschaft mit
Ungedanken
In der Saison 1990/1991 spielten wir von Beginn an gegen den Abstieg
und es stellte sich die Frage, wie auf Jahre hinweg der Verbleib in
der Bezirksliga gesichert werden kann. Da auch der Nachbarverein Grün-Weiß
Ungedanken mit ähnlichen Problemen konfrontiert war und aus der
Jugend für beide Vereine nicht genügend Spieler für
die Zukunft nachwuchsen, entschloss man sich zu einer Spielgemeinschaft.
In einer Mitgliederversammlung wurde dem Antrag zugestimmt, ab der
Saison 1991/1992 gemeinsam in der Bezirksliga zu spielen. Die Gründung
dieser Spielgemeinschaft Ungedanken / Mandern, die nun schon seit
11 Jahren besteht, kann man getrost als Glücksfall für unseren
Verein für die ganze Zukunft bezeichnen. Eine selten gekannte
Harmonie innerhalb der Vorstände und der Mannschaften führte
uns zu nie erwarteten Erfolgen. Auch mit den verschiedenen Trainern
z.B. Ertan Calisier, Oliver Schmidt, Norbert Winkler, Jens Alter,
Markus Wenzel und unserem jetzigen Trainer Hardy Windhausen hatten
wir meist ein glückliches Händchen. Selbst ein Jahr Abstieg
in die A-Klasse konnte unserer Gemeinschaft nichts anhaben. Wir spielten
nun schon seit Jahren in vorderster Spitze der Bezirksliga und schafften
2002 den Aufstieg in die Bezirksoberliga.
1999gewannen wir in Rhena gegen Massenhausen mit 5:4 nach Verlängerung
und 2001 in Helmighausen gegen Bad Arolsen mit 2:0 den Waldecker Pokal.
1991 wurden wir Dritter in Rhoden mit 5:1 gegen Massenhausen. Außerdem
gewannen wir mehrmals die Stadtmeisterschaften von Bad Wildungen und
Fritzlar. Unsere Reservemannschaft wurde 1994 Meister der C-Klasse
und stieg in die B-Klasse auf. Im Jahre 2003 schaffte sie den Sprung
in die A-Klasse und kämpft dort um den Verbleib.
Zum Stamm der damaligen Mannschaften unserer Spielgemeinschaft gehören
aus Mandern Spieler wie Mike Dörrbecker, Oliver Mohr, Thorsten
Scherp, die Brüder Daniel und Ingo Schäfer, Markus Hoffmann,
Stefan Raue, Markus Hanke, Marco Liebner, Michael Kohlepp, Matthias
Langhans
Gründung Kinderturngruppe
Neben der Gründung der erfolgreichen Spielgemeinschaft geschah
noch etwas sehr erfreuliches, nämlich eine Vielzahl Mädchen
und Jungen aus beiden Ortsteilen sind Ehepaare geworden. Als logische
Konsequenz folgte einige Zeit später die Gründung unserer
Gruppe Kinderturnen unter der Leitung von Birgit Lieber und Jeanette
Wathling.
Alle diese Erfolge, die sich im Laufe der 50 Jahre einstellten, konnten
letztlich nur erreicht werden, weil es im Umfeld und innerhalb der
Mannschaften, egal ob Erste, Zweite oder Alt-Herren stets eine gute
Harmonie und Kameradschaft gegeben hat. Gefördert wurde diese
auch durch zahlreiche Vereinsfahrten z. B. nach Wien oder England
und natürlich auch innerhalb Deutschlands. Unser Dank gilt auch
all jenen Spielern und passiven Mitgliedern, die in der Chronik nicht
genannt wurden, sich aber in den 50 Jahren stets in den Dienst in
der Mannschaft bzw. des Vereins stellten. Dies gilt auch für
Spieler, die sich nach ihrer aktiven Zeit aus dem Vereinsleben zurückzogen.
Ferner den Schiedsrichtern, die für unseren Verein eine ganz
wichtige, hochanzurechnende Aufgabe erfüllen.
Vielen Dank auch an alle aktiven und passiven Mitglieder, die bei
Veranstaltungen, Baumaßnahmen und anderen Notwendigkeiten für
ein aktives Vereinsleben bisher mitgeholfen haben.
Hier möchte ich ein Mitglied hervorheben und zwar unseren ehemaligen
Spieler und jetziges Ehrenmitglied Helmut Bujok. Er wohnt zwar in
Wildungen, ist aber immer Manderner geblieben und er versteht es wie
kein zweiter, immer wieder neue Sponsoren aufzutreiben, egal ob für
Jugendarbeit, für Trikots oder für Trainingsanzüge.
Die Bandenwerbung auf unserem Sportgelände ist allein sein Verdienst.
Ohne unseren "Eintreiber" wie wir Ihn nennen, stände
unser Verein finanziell sicherlich nicht so gut da.
Seit dem Jahr 2001 haben nun Armin Wathling als Erster und Mario
Heidenreich als Zweiter Vorsitzender die Geschicke unseres Vereins
von ihren Vätern übernommen. Ihnen zur Seite stehen Jeanette
Wathling (Jugendwartin) und Jan Kaiser (Schriftführer). Für
die leider viel zu früh verstorbene Kassenwartin Jutta Kraft
wird in der Jahreshauptversammlung 2004 ein Nachfolger gewählt.
Im Jahre 2002 hatten der Vorstand gleich seine Bewährungsprobe,
als das 50 jährige Vereinsjubiläum auf dem Programm stand.
Mit Bravour glänzte der Verein bei seinern Feierlichkeiten und
erhielt auch in der Presse seine Würdigung für das geleistete.
Der jetzige Vorstand bedankt sich bei allen Vorgängern für
die verantwortungsvolle, geleistete Tätigkeit zum Wohle des Vereins,
des Sports und unserer Sportjugend.
Jugendarbeit
Und damit komme ich zum Schluss, zu der vielleicht wichtigsten Aufgabe
eines jeden Vereins und zwar der Jugendarbeit.
Jugendarbeit bleibt immer die wichtigste Aufgabe eines Vereins. Seit
Bestehen des SV Blau-Weiss Mandern gab es keinen Stillstand in der
Pflege und Förderung der Jugendarbeit. Seit 1970 gibt es in unserem
Verein eine Schülermannschaft und seit dem hat sich die Jugendarbeit
immer weiter fort entwickelt.
In den 80er Jahren wurden Spielgemeinschaften mit Wellen und Wega
und später mit Ungedanken und Anraff gebildet. Die heutige Jugendspielgemeinschaft
Ungedanken-Mandern-Wega-Wellen ist ein festes zusammengehöriges
Gefüge mit vielen Betreuern, vier Jugendleitern und einem JSG-Jugendleiter,
immer unterstützt von Schiedsrichtern und Eltern.
In der Regel spielen 9 Mannschaften in 7 Altersgruppen (A-, B-, C-,
D-, E- (2 Mannschaften), F- (2 Mannschaften) und einer Bambini-Mannschaft.
Alles das, was wir in 50 Jahren erreicht haben, war nur möglich,
weil wir immer, bis zum heutigen Tage, eine sehr gute Jugendarbeit
geleistet haben. Angefangen mit Alfred Steinhoff, über Horst
Heidenreich, Dieter Wathling, Karl-Heinz Scherp, Karl Kraft, Günther
Wagener, Hermann Hundhausen, Klaus Mohr, Armin Wathling bis hin zur
heutigen Jugendwartin Jeanette Wathling haben wir immer versucht,
die Jugendlichen mit viel, viel Mühe, Zeit und Kostenaufwand
an die sportlichen und vereinspolitischen Aufgaben der Senioren heranzuführen.
Mit ein bißchen Stolz glaube ich sagen zu dürfen, der Erfolg
hat uns recht gegeben. Damit wir unsere Arbeit in der großen
Gemeinschaft des Sportvereins Blau-Weiß Mandern fortsetzen,
um somit der schönsten Nebensache der Welt weiterhin nachgehen
zu können, bitten wir herzlich, halten Sie unserem Sportverein
weiterhin die Treue oder werden Sie noch Mitglied bei uns.
Der Chronist |